Der Kreislauf des Menschen durch die Sinnen-, Seelen- und Geisteswelt

GA 119/1910-03-21/p005 ·1910-03-21 · original (original)
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Der erste Eindruck, den unser astralischer Leib und unser Ich haben, nachdem der Tod des Menschen eingetreten ist, ist dieser, daß der Mensch zurückblicken kann auf sein eben verflossenes Leben, das zwischen der Geburt und dem Tode abgelaufen ist, zurückblicken kann in einem umfassenden Erinnerungstableau. Die einzelnen Ereignisse des letzten Lebens, die längst dem geistigen Blick entschwunden sind, treten sozusagen mit allen Einzelheiten an diesem wichtigen Wendepunkte des Lebens vor die Seele hin. Und wenn wir uns fragen: Wie ist so etwas möglich? - dann können wir dasjenige, was sich dem hellsichtigen Auge darbietet, uns wenigstens dadurch begreiflich machen, daß wir hinweisen auf jene allbekannten Augenblicke des Lebens, von denen diejenigen erzählen, die einmal in Lebensgefahr waren, etwa bei einem Absturz in den Bergen oder wenn sie dem Ertrinken nahe waren. Sie erzählen, daß ihnen in einem solchen Augenblicke das ganze verflossene Leben wie in einem großen Gemälde vor Augen stand. Was so erzählt wird, kann von der Geisteswissenschaft durchaus bestätigt werden.

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