Zweiter Vortrag

GA 119/1910-03-22/p004 ·1910-03-22 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Nun wollen wir einmal diesen schlafenden Menschen betrachten. Es ist ja ganz natürlich, daß für das normale menschliche Bewußtsein der Schlafzustand etwas Einheitliches ist, das man nicht weiter untersucht. Man frägt ja im gewöhnlichen Leben nicht, ob nun, wenn der Mensch in der Nacht in einer geistigen Welt ist, dann mehrere Einflüsse, mehrere Kräfte sich auf seine leibbefreite Seele geltend machen oder nur eine einheitliche Kraft? Ist der Mensch, wenn er in der geistigen Welt ist, nur einer Kraft ausgesetzt, die die geistige Welt ganz durchdringt, oder können wir unterscheiden zwischen verschiedenen Kräften, denen der Mensch während des Schlafzustandes ausgesetzt ist? - Ja, wir können nun ganz genau verschiedene Einflüsse voneinander unterscheiden, die sich auf den Menschen geltend machen, während er schläft - wohlgemerkt, also jetzt nicht auf das geltend machen zunächst, was im Bette liegenbleibt, sondern auf dasjenige, was sich als das eigentlich Seelische des Menschen, als sein astralischer Leib und sein Ich, herausbegeben hat aus diesem äußeren Menschen, der im Bette liegenbleibt.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/119/1910-03-22/p004.json
Cite: GA 119/1910-03-22/p004 · edition original