Zweiter Vortrag

GA 119/1910-03-22/p021 ·1910-03-22 · original (original)
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Nun kann man zu alle dem noch etwas hinzulernen. So wie das Kind hinzulernen kann, auf welche Verhältnisse des Lebens sich die Verhältnisse des Zifferblattes beziehen, so kann man nun lernen, diejenigen Weltenkräfte, die als unsichtbare von den Mächten des Makrokosmos in unseren Raum hereinwirken, als das hinter der großen Weltenuhr Stehende zu betrachten; und unser Sonnensystem mit den verschiedenen Stellungen der Planeten zueinander, das drückt - in ähnlicher Weise - dasjenige aus, was man zuschreiben könnte einer mächtigen Weltenuhr. Von dieser Uhr unseres Planetensystems kann man übergehen zu den großen geistigen Weltenverhältnissen. Dann wird einem ein jeder Stand der Planeten in unserem Sonnensystem der Ausdruck werden für etwas, was man als dahinterstehend annehmen kann. Man wird sagen können: Also gibt es Gründe, warum zum Beispiel Venus einmal in einem solchen Verhältnis zu Jupiter steht und ein anderes Mal in einem andern. Es gibt Gründe, zu sagen: Diese Dinge sind hingestellt durch dahinterliegende göttlich-geistige Mächte, geradeso wie es Gründe gibt, warum die Uhr in einer bestimmten Weise konstruiert ist. - Da erweitert sich uns der Gedanke von den Bewegungen der Planeten im Sonnensystem zu einem sinnvollen Ganzen. Das Planetensystem wird für uns zu einer Art Weltenuhr. Wenn nichts hinter dem Planetensystem stünde, dann wäre das vergleichsweise so, als ob jemand eine Uhr nur zum Spaß gebaut hätte, ohne Sinn. Wir können also sagen, das Planetensystem wird für uns zu einer Art von Weltenuhr, zu einem Ausdrucksmittel für dasjenige, was hinter den betreffenden Bewegungen und einzelnen Körpern unseres Sonnensystems wirklich steht.

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Cite: GA 119/1910-03-22/p021 · edition original