{"corpus":"steiner","locus":"GA 119/1910-03-26/p012","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"So sehen wir, daß es eine weise Einrichtung ist, daß der Mensch das Bewußtsein verliert, wenn er in die elementarische Welt eintritt, daß er sich nicht mit seinem Ich in diese Welt hineinlebt, sondern im normalen Schlafe davor behütet wird. Daher mußte derjenige, der in den alten Mysterien in die elementarische Welt hineingeführt worden ist, vorher sorgfältig vorbereitet werden, indem ihm von den Gehilfen des Einweihenden Kraft zugeführt wurde, bevor er in diese Welt eintrat. Die Vorbereitung für diese Welt geschah dadurch, daß dem betreffenden Menschen vorher starke Prüfungen auferlegt wurden, durch die er namentlich befähigt wurde zu der moralischen Kraft der Überwindung. Darauf wurde besonderer Wert gelegt. In ähnlicher Weise, wie bei dem angehenden Mystiker Wert gelegt wurde auf die Eigenschaft der Demut, wurde bei demjenigen, der sich hinausleben wollte in den Makrokosmos, besonderer Wert darauf gelegt, daß er stark war in der Kraft des inneren Überwindens. Daher wurden einem Menschen, der zugelassen werden sollte zu solcher Mysterieneinweihung, Prüfungen auferlegt, durch die er alle möglichen Widerwärtigkeiten des Lebens schon im physischen Dasein überwinden sollte. Starke Gefahren wurden ihm in den Weg gebracht, und durch die Überwindung dieser Gefahren sollte er seinen Willen stärken. Ein Überwinder sollte er werden, der von starker Seele ist und dadurch vorbereitet, daß er dann, wenn diese Wesenheiten ihm gegenübertreten, stark genug ist, um keine Anfechtungen zu erleben, um sie zurückdrängen zu können und nicht sich an sie zu verlieren. In Furchtlosigkeit und in Überwindung wurde der auferzogen, der zu solchen Mysterien zugelassen werden sollte.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Sechster Vortrag","site_heading":null,"date":"1910-03-26","location":null,"word_count":250,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/119/1910-03-26/p012","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/119/1910-03-26/p012"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/119/1910-03-26/p012","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}