Dritter Vortrag

GA 120/1910-05-18/p020 ·1910-05-18 · original (original)
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Jetzt gehen wir einmal - immer am Leitfaden der inneren, hellseherischen Beobachtung — weiter und versuchen wir, die äußeren Erscheinungen vernunftgemäß zu begreifen, zu denen uns die Geisteswissenschaft führt. Dann können wir jetzt aufsteigen von den Schädigungen, welche wir Pflanzen beibringen, zu gewissen Schädigungen, welche wir Tieren beibringen, die also Wesen sind, die schon einen astralischen Leib haben. Wenn wir da im groben Sinne zu Werke gehen, so werden wir sehen, daß wir bei den höheren Tieren verhältnismäßig sehr wenig und immer weniger, je höher das Tier steht - von dem erblicken können, was bei den Pflanzen in umfassendem Maße hervortritt: nämlich jenes Antworten des Ätherleibes auf äußere Schädigungen. Wenn wir grobe Schädigungen dem physischen Leibe eines niederen oder auch eines höheren Säugetieres beibringen, reißen wir zum Beispiel einem Hunde ein Bein aus oder dergleichen, dann werden wir finden, daß der Atherleib des Hundes nicht so leicht mit seiner Heilkraft antworten kann, wie der Ätherleib der Pflanze antwortet auf eine Schädigung, die in ähnlicher Weise der Pflanze zugefügt worden ist. Aber auch im Tierreich ist das noch in großem Maße zu sehen. - Nehmen wir an, wir steigen hinunter bis zu ganz niedrigen tierischen Wesen, zu den Tritonen oder ähnlichen. Solche niederen Tierwesen können Sie zerschneiden; schneiden wir einem solchen Wesen gewisse Organe ab, so ist das, könnte man sagen, dem Tiere gar nicht besonders unangenehm. Die Organe wachsen mit großer Schnelligkeit wieder nach, und das Tier sieht bald wieder so aus wie früher. Da ist etwas Ähnliches wie bei der Pflanze geschehen: Wir haben eine gewisse Heilkraft im ÄAtherleibe herausgefordert. Wer würde leugnen, daß die Herausforderung, Heilkräfte im Atherleib zu entwickeln, beim Menschen oder beim höheren Tier eine erhebliche Gefährdung der Gesundheit bedeuten würde? Das niedere Tier dagegen wird in seinem Ätherleibe nur herausgefordert, ein anderes Glied aus seinem Inneren durch seinen Ätherleib herauswachsen zu lassen. Nun steigen wir etwas weiter hinauf.

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Cite: GA 120/1910-05-18/p020 · edition original