Sechster Vortrag
Wenn der Ätherleib sich nun seinerseits zu tief hineinversenkt in den physischen Leib, so taucht ein Bewußtsein auf ähnlich wie des Menschen Schlafbewußtsein, wie das Pflanzenbewußtsein. Kein Wunder daher, daß das auch ein Zustand ist, der vom Menschen gar nicht empfunden wird. Wie er nicht im Schlaf empfindet, so empfindet er auch jetzt diesen Zustand nicht. Und doch ist es ein Aufwachen! Wie unser astralischer Leib abnormerweise aufwacht, wenn er zu tief hinuntertaucht in den Ätherleib und physischen Leib, so wacht der Ätherleib in abnormer Weise auf, wenn er zu tief in den physischen Leib hineintaucht. Nur kann es der Mensch nicht wahrnehmen, weil es das Aufwachen zu einem noch dumpferen Bewußtsein als das Schmerzbewußtsein ist. Aber nehmen wir an, der Mensch hätte wirklich in einem früheren Leben so etwas vollzogen, was sich zwischen Tod und neuer Geburt dazu umwirkt, daß der Ätherleib für sich aufwacht, das heißt, intensiven Besitz ergreift vom physischen Leib. Wenn das geschehen ist, lebt auf im Menschen ein tiefes Bewußtsein, das aber nicht in der Weise wahrgenommen werden kann, wie die sonstigen Erlebnisse der menschlichen Seele wahrgenommen werden. Braucht es deshalb nicht zu wirken, weil es nicht wahrgenommen wird? Versuchen wir uns klarzumachen, was ein Bewußtsein für eine eigentümliche Tendenz erhält, wenn es anfängt, um einen Grad tiefer zu liegen.
Cite:
GA 120/1910-05-21/p026 · edition original