Siebenter Vortrag

GA 120/1910-05-22/p032 ·1910-05-22 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Daher mußten Gegenkräfte geschaffen werden. Es mußten Gegenkräfte wirken, welche dadurch zustande kamen, daß sich hineinmischten in die regelmäßigen kosmischen Vorgänge unseres Erdenlebens solche Vorgänge, die für den alten Mond höchst wohltätige und normale waren, die aber heute, wenn sie auf das Erdendasein wirken, abnorme sind und den regelmäßigen Erdengang gefährden. Diese Einflüsse treten so auf, daß sie gewissermaßen zurechtrücken, was, wenn der bloße Rhythmus vorhanden wäre, als Hang zum Wohlleben, als Behaglichkeit und Üppigkeit entstehen würde; und es zeigen sich uns solche Kräfte zum Beispiel in dem, was als der heftige Hagel dahinstürmt. Und wenn das, was sonst unter den regelrechten Kräften der Erde geschaffen würde, zerstört wird, so wird in einem solchen Falle eine Korrektur geschaffen, die im ganzen wohltätig wirkt, wenn es auch der Mensch zunächst nicht einsieht, weil es eine höhere Vernünftigkeit gibt als die, welche der Mensch begreift. Wenn der Hagel hereinstürmt in die Felder, dann können wir sagen: Auf dem alten Monde waren diese Kräfte, welche im Hagel heranstürmen, segenbringende Kräfte wie heute diejenigen Kräfte, welche segenbringend im Regen und Sonnenschein wirken. Heute stürmen sie herein, damit Korrektur geschaffen wird für das, was der luziferische Einfluß sonst anrichten würde. Und wenn der regelmäßige Gang fortgeht, stürmen sie in immer heftigerer Weise herein, um noch mehr Korrektur zu schaffen. Alles, was zur regelmäßigen Fortentwickelung führt, gehört den Kräften der Erde selber an. Wenn der Vulkan seine Laven hinausschleudert, so wirken darin Kräfte, welche als verspätete Kräfte vom alten Mond mit herübergebracht worden sind, damit sie Korrektur schaffen im Erdenleben. So ist es mit den Erdbeben und mit den Elementarereignissen überhaupt. Und wir können sehen, daß manches, was von außen kommt, im Gesamtgange der Entwickelung seine vernünftige Begründung findet. Wie das mit dem menschlichen Ich-Bewußtsein zusammenhängt, das werden wir noch sehen; was unbefriedigend am heutigen Vortrag erscheint, wird sich dadurch morgen ausgleichen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/120/1910-05-22/p032.json
Cite: GA 120/1910-05-22/p032 · edition original