NEUNTER VORTRAG

GA 120/1910-05-26/p029 ·1910-05-26 · original (original)
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Es wirkt also der luziferische Einfluß so, daß der Mensch durch die Verdichtung der Materie auch aus der Außenwelt viel Dichteres heranzieht, als er sonst herangezogen hätte. Das Dichtere, was er nun von außen heranzieht, ist aber ganz anders als das sonst weniger Dichte. Das weniger Dichte würde die Erinnerungen an das frühere Leben aufrechterhalten haben; es würde auch bewirken,daß er die Sicherheit hat, daß alles, was der Mensch erlebt zwischen Geburt und Tod, seine Wirkungen hineinerstreckt in einen nie endenden Zeitraum. Der Mensch würde wissen: Es tritt zwar äußerlich der Tod ein, aber alles, was geschieht, wirkt weiter. Dadurch, daß der Mensch Dichteres aufnehmen mußte, schafft er von Geburt an eine starke Wechselwirkung zwischen seiner eigenen leiblichen Natur und der Außenwelt.

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