Zehnter Vortrag

GA 121/1910-06-16/p009 ·1910-06-16 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Bei den anderen Völkern, die jetzt auf das griechische Volk folgten, haben wir es zu tun mit dem vorzugsweisen Gebrauche des physischen Leibes zur stufenweisen Ausbildung der Bewußtseinsseele. Daher war die griechische Kultur eine solche, die wir nur begreifen können, wenn wir sie aus dem Innern heraus zu begreifen vermögen; wenn wir uns klar sind, daß bei ihr als äußere Erfahrung wichtig ist, was aus dem Innern des Griechen heraussprudelt. Dagegen haben die Völker, die mehr nach Westen und Norden gelegen sind, die Aufgabe, unter Leitung ihrer Volksseelen den Blick in die Welt hinauszurichten und das in der Welt zu sehen, was auf dem physischen Plane zu sehen ist, auszubilden das, was auf dem physischen Plane eine Rolle spielen soll. Die germanisch-nordischen Völker hatten noch die besondere Aufgabe, daß sie das alles so ausbilden sollten, wie sie es ausbilden konnten, da sie noch die Gnade, die welthistorische Gnade genossen, im alten Hellsehen hineinzusehen in die geistige Welt und hineinzutragen die uralten Erfahrungen, die sie wie lebendig empfanden, in das, was auf dem physischen Plane eingerichtet werden sollte.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/121/1910-06-16/p009.json
Cite: GA 121/1910-06-16/p009 · edition original