{"corpus":"steiner","locus":"GA 122/1910-08-22/p005","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nehmen wir einmal das, was uns ja in diesen Tagen so oft beschäftigt hat, das elementarische Dasein, das als das nächste uns erreichbar ist hinter unserem physischen Dasein, hinter dem, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen. Nehmen wir jenes elementarische Dasein, das von der Geisteswissenschaft charakterisiert wird als den Elementen des Erdigen, des Wässerigen, des Luftförmigen, des Feurigen oder Wärmehaften, des Lichtartigen, des Schallätherischen, des Lebensätherischen zugrunde liegend, nehmen wir dieses elementarische Dasein. Wir versuchen Vorstellungen zu erhalten über das Erdige, über das Wässerige, das Luftförmige und so weiter. Diese Vorstellungen suchen wir gut festzuhalten. Es ist nichts damit getan, daß wir mit einem gewissen intellektuellen Hochmut, der ja sehr leicht bei theosophisch Gläubigen verbreitet sein kann, sagen: «Nun ja, das ist ja alles Maja, Illusion!» Durch diese Maja offenbaren sich eben doch die wahren 'Wesenheiten. Und wenn wir es verschmähen, die Offenbarungen ins Auge zu fassen, die Werkzeuge und Mittel zu unserer Kenntnis zu bringen, durch welche sie sich offenbaren, so entfällt uns überhaupt ein jeglicher Inhalt, durch den wir uns das Dasein begreiflich machen wollen. Wir müssen uns darüber klar sein, daß wenn wir sagen «Wasser», «Luft» und so weiter, daß wir da Äußerungen, Manifestationen der eigentlichen wahren Geistigkeiten ins Auge fassen, daß wir aber, wenn wir sagen: «Wir wollen nichts wissen von dieser Maja», daß wir dann überhaupt zu keinen Vorstellungen dessen kommen, was dem allem zugrunde liegt. Also klar müssen wir uns auf der anderen Seite eben doch darüber sein, daß wir in dem Erdigen, Wässerigen und so weiter Äußerungen, Offenbarungen, Manifestationen von geistigen Wesenheiten vor uns haben.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Siebenter Vortrag","site_heading":null,"date":"1910-08-22","location":null,"word_count":262,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/122/1910-08-22/p005","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/122/1910-08-22/p005"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/122/1910-08-22/p005","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}