Siebenter Vortrag

GA 122/1910-08-22/p006 ·1910-08-22 · original (original)
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Fassen wir jetzt einmal von unserem anthroposophischen Standpunkt so etwas wie das Erdige ins Auge! Wir wissen jetzt schon ganz gut, daß während des alten Saturndaseins von solch einem Erdigen nicht die Rede sein kann, auch nicht während des alten Sonnen- und Mondendaseins. Wir wissen, daß die Entwickelung hat warten müssen bis zu unserem planetarischen Dasein, daß erst dann das Erdige hat hinzukommen können zum Wärmehaften des alten Saturn, zum Luftartigen der alten Sonne und zum Wässerigen des alten Mondes. Wir wissen, daß ein jeder Entwickelungsschritt nur dadurch vor sich gehen kann, daß geistige Wesenheiten arbeiten. Von dem, was wir heute den physischen Leib nennen, das niederste Glied unserer menschlichen Wesenheit, dürfen wir sagen, wenn wir diesen physischen Leib ganz hineinstellen in das elementarische Dasein, daß er sich selbst durchgerungen hat von seiner ersten Anlage, die er auf dem alten Saturn entwickelt hat, aus dem Wärmezustand, durch den sonnenartigen Luftzustand, durch den mondartigen Wasserzustand und herangeschritten ist bis zu dem gegenwärtigen Erdenzustand. Wir haben also in unserem eigenen äußeren physischen Leib etwas, von dem wir sagen können, es hat durchschritten ein Dasein im bloßen Wärmeweben, ein Dasein als luftartiger Leib, ein Dasein als wässeriger Leib und ist aufgestiegen bis zum erdenhaften Dasein. — Wir kennen auch die Wesenheiten, welche an der alten Saturnarbeit, an dem ersten Entwickelungszustand des physischen Menschenleibes, beteiligt waren. Erinnern Sie sich an das, was Sie in meiner «Geheimwissenschaft» dargestellt finden, was auch sonst immer gesagt worden ist: Auf dem alten Saturn wirkten zunächst gewisse geistige Wesenheiten, welche ihre untergeordneten Entwickelungsstufen in einer urfernen Vergangenheit durchgemacht haben und die so weit schon waren während des alten Saturndaseins, daß sie gleichsam ihre eigene Leiblichkeit opfern konnten, hinopfern konnten, um das Grundmaterial, die Grundsubstanz abzugeben für den alten Saturn. Diese geistigen Wesenheiten sind ja in der Ordnung der Hierarchien keine anderen als diejenigen, die wir bezeichnen als die Geister des Willens. Was so als Grundsubstanz vorhanden war, was hingeopfert haben diese Geister des Willens, in das arbeiteten dann hinein die anderen geistigen Wesenheiten, die anderen Hierarchien; in das arbeiteten auch sich selber hinein die Geister der Persönlichkeit, die in dieser Willensmaterie, wenn ich so sagen darf, ausprägten ihre eigene Menschlichkeit. Und diese Willenssubstanz war es auch, die als Wärmeelement im alten Saturndasein wirkte und in der die erste Anlage zum physischen Menschenleib gebildet worden ist.

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Cite: GA 122/1910-08-22/p006 · edition original