{"corpus":"steiner","locus":"GA 122/1910-08-22/p007","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Sie dürfen aber nicht glauben, daß solche geistigen Wesenheiten wie die Geister des Willens etwa mit ihrer Arbeit abschließen auf einer bestimmten Stufe. Wenn sie auch auf dem alten Saturn gewissermaßen die Hauptarbeit geleistet hatten: während des Entwickelungsganges durch Sonne, Mond und Erde wirkten sie weiter. Und sie blieben in einer gewissen Beziehung in dem Substantiellen, für das sie sich zuerst hingeopfert hatten. Wir haben ja gesehen, daß innerhalb des alten Sonnendaseins sich nach der Verdichtungsseite hin, also gleichsam nach unten, das Wärmehafte in das Lufthafte umgestaltet hat. Ein solcher Vorgang, den wir etwa dem äußeren Schein nach verfolgen können wie eine Verdichtung des Wärmehaften in das Lufthafte, der ist eben nur der Maja, der Illusion nach ein Verdichtungsvorgang. In diesem Verdichten selber liegt ein geistiges Weben und Wesen, liegt eine geistige Tätigkeit. Und derjenige, der den Dingen auf den Grund gehen will, muß fragen: Wer hat es denn gemacht innerhalb der Reihe der Hierarchien, daß aus dem dünneren \\Wärmestoff, wenn ich mich so ausdrücken darf, der dichtere Luftstoff gefestigt worden ist? — Niemand anders hat das bewirkt als wiederum dieselben Geister des Willens, die den Wärmestoff aus sich herausgeopfert haben. So daß wir diese Tätigkeit der Geister des Willens so auffassen können, daß wir sagen: sie waren während des alten Saturndaseins so weit, daß sie ihre eigene Substanz als Wärme ausfließen ließen, substantiell hinopferten, daß ihr Feuer in das planetarische Dasein des alten Saturn einströmte. Dann erhärteten sie dieses ihr Feuer während des alten Sonnendaseins zum Gasigen. Sie selber waren es aber auch, die ihr Gasiges während des alten Mondendaseins zum Wässerigen dichteten, und während des Erdendaseins verdichteten sie weiter ihr Wässeriges zum Erdigen, zum Festen. — Wenn wir also heute den Blick herumwenden in der Welt und das Feste erblicken, so müssen wir sagen: In diesem Festen wirken Kräfte, die es einzig und allein möglich machen, daß dieses Feste existiert, die durch ihre eigene Wesenheit, ausgeflossen sind als Wärme auf dem alten Saturn, die immer dichter diesen Ausfluß gemacht haben bis zum Festen, das sie nun kraftvoll zusammenhalten. — Und wenn wir wissen wollen, wer das tut, wenn wir den Blick über die Maja des Festen hinaus richten, dann müssen wir sagen: Hinter allem, was uns als Festes entgegentritt, wirken und weben die Geister des Willens, die Throne. — Also auch noch innerhalb des Erdendaseins sind die Geister des Willens vorhanden. Und jetzt stellt sich uns das, was in der Genesis berichtet wird, noch in einem neuen Lichte dar.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Siebenter Vortrag","site_heading":null,"date":"1910-08-22","location":null,"word_count":411,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/122/1910-08-22/p007","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/122/1910-08-22/p007"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/122/1910-08-22/p007","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}