Siebenter Vortrag

GA 122/1910-08-22/p009 ·1910-08-22 · original (original)
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Sie müssen sich schon bekannt machen mit solchen Vorstellungen, daß unter Umständen in dem, was uns als das Nächste umgibt, was wir oft als etwas sehr Niedriges auffassen, uns sehr hohe und erhabene Wesenheiten entgegentreten. Es ist leicht und billig, bei dem, was uns als Festes entgegentritt, zu sagen: «Das ist ja nun bloß Materie!», und vielleicht hat so mancher das Gelüste zu sagen: Darum kümmert sich der Geistesforscher gar nicht! Materie ist ja nur untergeordnetes Dasein! Was kümmert uns dieser Stoff? Wir dringen über die Materie hinauf ins Geistige! — Derjenige, der so denkt, beachtet nicht, daß in dem, was er so sehr verachten möchte, durch unzählige Zeiträume hindurch gearbeitet haben, um es in diesen Zustand des Festen zu bringen, hohe, erhabene geistige Wesenheiten. Und in der Tat, unser Gefühl müßte, wenn es normal empfände, in einer tiefen Ehrfurcht leben, wenn es vordringt von dem äußeren Stoff, gleichsam von der elementarischen Erdendecke, zu dem, was diese Erdendecke verfestet hat. Unser Gefühl sollte in tiefster Verehrung sich aneignen die höchste Achtung für die erhabenen geistigen Wesenheiten, die wir nennen die Geister des Willens, die in diesem Erdenhaften in langer Tätigkeit den festen Grund aufgebaut haben, über den wir dahinschreiten und den wir selbst in uns tragen in den erdenhaften Bestandteilen unseres physischen Leibes. Diese Geister des Willens, die wir in der christlichen Esoterik auch die Throne nennen, sie haben uns in der Tat den festen Untergrund gebaut oder, besser gesagt, gedichtet, auf dem wir dahinschreiten. Diejenigen, die als Esoteriker den Erzeugnissen der Geister des Willens innerhalb unseres Erdendaseins Namen gaben, sie nannten diese Geister die Throne, weil sie uns in der Tat die Throne gebaut haben, auf die wir als auf einen festen Untergrund uns immerdar stützen, auf dem alles andere Erdendasein wie auf seinen festen Thronen weiterfußt. Diese alten Ausdrücke enthalten etwas ungeheuer Achtungswertes und Verehrungswürdiges, was unser ganzes Gefühl in Anspruch nehmen kann.

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