Dritter Vortrag

GA 123/1910-09-03_02/p012 ·1910-09-03 · original (original)
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Für das heutige äußere Leben, wie es sich darstellt unter den Wirkungsweisen, die von der Sonne zur Erde hereinstrahlen, findet sich zwar Wärme und Licht, aber unter diese Wirkungsweisen, die der wahrnehmbaren Sinneswelt angehören und in das ganze Gebiet der sinnlichen Wahrnehmungen fallen, gehören nicht die Äußerungen, die Offenbarungen des Klangäthers und des Lebensäthers. Aus diesem Grunde ist es auch, daß dasjenige, was wir die Wirkungen des Klangäthers nennen, sich nur in den chemischen Zusammensetzungen und Zersetzungen, also in den gegenseitigen Verhältnissen des materiellen Daseins äußert. Und was wir die Wirkung des Lebensäthers nennen, so wie er von der Sonne hereinstrahlt, kann nicht direkt wahrgenommen werden vom Menschen in ähnlicher Weise, wie das Licht dem Menschen unmittelbar wahrnehmbar wird, indem er mit der sinnlichen Wahrnehmung Helligkeit und Dunkelheit unterscheidet. Es wird das Leben wahrgenommen in seinen Wirkungen in den lebenden Wesenheiten, nicht aber wird der einstrahlende Lebensäther direkt wahrgenommen. Daher ist auch die Wissenschaft gedrängt zu sagen, das Leben als solches sei ihr ein Rätsel. - So finden wir, daß die zwei obersten Arten der ätherischen Offenbarungen, Lebensäther und Klangäther, ob sie zwar von der Sonne ausgehen und zu dem Feinsten gehören, was von der Sonne ausgeht, doch nicht für das Erdenwerden unmittelbar offenbar werden. Da haben wir etwas, was, obwohl es von der Sonne herniederstrahlt, dem gewöhnlichen Wahrnehmen verborgen ist. Für alles, was im Klangäther und Lebensäther lebt, wird auf der Erde, auch für die heutigen Verhältnisse, sozusagen etwas menschliches Inneres wahrnehmbar. Nicht die unmittelbaren Wirkungen des Lebens und der Sphärenharmonie werden auf der Erde wahrnehmbar, wohl aber wird wahrnehmbar das, was in der ganzen Konstitution des Menschen wirkt.

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