Dritter Vortrag

GA 123/1910-09-03_02/p027 ·1910-09-03 · original (original)
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Wie sich die kosmischen Verhältnisse gestalten, so gestalten sich, wie in einer Spiegelung, auch die Verhältnisse in der Menschheitsentwickelung. Wenn wir die Offenbarungen des Zarathustra als Sonnenweisheitannehmen, die er auf der einen Seite dem Hermes, auf der anderen dem Moses vermittelte, so war dasjenige, was in Hermes lebte, weil er ja den astralischen Leib des Zarathustra in sich hatte, das von Zarathustra Ausstrahlende der Sonnenweisheit; und was in Moses lebte, war sozusagen abgeschlossen wie ein abgeschlossener Weisheitsplanet, der sich erst entgegenentwickeln mußte dem, was direkt von der Sonne ausstrahlte. Wie also die Erdenwirksamkeit durch das Abgeben des Mondes sich öffnete der Sonnenwirksamkeit, so öffnete sich die Moses-Weisheit der direkt von Zarathustra ausstrahlenden Weisheit, der Sonnenweisheit. Und diese beiden, die Erdenweisheit des Moses und die Sonnenweisheit des Zarathustra in Hermes, trafen zusammen in Ägypten, wo das Mosestum mit dem Hermestum zusammentrifft. So daß wir dasjenige, was Moses aus sich selbst herausentwickelte, was er, wie aus der Entfernung von Zarathustra aufnehmend, in sich selber erweckte, ausstrahlte und seinem Volke überlieferte, analog aufzufassen haben dem Ausschleudern der von der Erde.

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Cite: GA 123/1910-09-03_02/p027 · edition original