{"corpus":"steiner","locus":"GA 123/1910-09-05/p003","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Daß jener Jesus, Sohn des Pandira, Jeshu ben Pandira, in bezug auf Verwandtschaft oder sonstwie, nichts zu tun hat mit derjenigen Persönlichkeit oder Individualität, von welcher wir sprechen als dem Jesus des Matthäus-Evangeliums oder dem Jesus des Lukas- oder irgendeines anderen Evangeliums, daß dieser ein Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, also vor dem Stattfinden des Christus-Ereignisses gesteinigte und nachher an einen Baum gehängte Jeshu ben Pandira nicht verwechselt werden darf mit alledem, wovon wir sprechen, wenn wir von den Evangelien sprechen, das muß streng festgehalten werden. Nur bemerken will ich ausdrücklich: Um auf die Persönlichkeit des Jeshu ben Pandira hinzuweisen, um darüber etwas zu sagen, daß er existiert hat, dazu ist zunächst nicht notwendig irgendeine okkulte Erkenntnis, nicht irgendein hellseherisches Vermögen, sondern das kann man sich zusammenlesen, wenn man will, aus den hebräischen, den talmudischen Urkunden. Die Verwechslung mit demeigentlichen Jesus hat ja zu verschiedenen Zeiten immer stattgefunden, und sie hat zuerst bereits stattgefunden im 2. Jahrhundert nach dem Beginne unserer Zeitrechnung. Wenn wir also ausdrücklich betont haben, daß dieser Jesus, Sohn des Pandira, in dieser Beziehung nichts zu tun hat mit dem Jesus der Evangelien, so müssen wir auf der anderen Seite aber doch wieder einen geschichtlichen, allerdings jetzt nur durch geisteswissenschaftliche Forschung feststellbaren Zusammenhang dieser beiden Persönlichkeiten festhalten. Diesen Zusammenhang werden wir aber nur dann in seiner Tiefe begreifen, wenn wir auf die Menschheitsevolution und ihre Führer noch einmal mit ein paar Worten eingehen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Fünfter Vortrag","site_heading":null,"date":"1910-09-05","location":null,"word_count":235,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/123/1910-09-05/p003","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/123/1910-09-05/p003"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/123/1910-09-05/p003","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"also_served_as":{"lectures":["1910-09-05_02"],"note":"The identical text is also served under the loci listed here. They are the SAME witness under different ids, not independent attestations: do not cite two of them as corroborating each other."}}