Fünfter Vortrag

GA 123/1910-09-05/p014 ·1910-09-05 · original (original)
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Nun ist es ein geisteswissenschaftliches Gesetz, das die Essäer vorzugsweise durch ihre Forschung und ihr hellseherisches Anschauen erfüllen konnten: daß der Einfluß der Vererbung erst wirklich aufhört, wenn man durch zweiundvierzig Stufen hindurch in der Ahnenreihe aufsteigt. Dann erst hat man alles aus seiner Seele herausgeworfen,wenn man diese zweiundvierzig Stufen hinaufsteigt. Das heißt, man ererbt etwas vom Vater und von der Mutter, etwas von Großvater und Großmutter und so weiter. Immer weniger aber hat man von dem in sich, was durch Vererbung an Verunreinigungen des inneren Wesens entstanden ist, je weiter man in der Ahnenreihe hinaufsteigt, und nichts mehr hat man, wenn man dutch zweiundvierzig Generationen hindurch aufsteigt. Da verliert sich der Einfluß der Vererbung. Daher waren die Reinigungen der Essäer darauf berechnet, alles aus dem Inneren durch innere Exerzitien, durch sorgfältige Schulung herauszuarbeiten, was durch zweiundvierzig Generationen hindurch an Verunreinigungen in die Seele hineingekommen war. Deshalb mußte jeder Essäer schwere innere Exerzitien, schwere mystische Wege durchmachen; die führten ihn durch zweiundvierzig Stufen dazu, seine Seele zu reinigen. In der Tat waren es zweiundvierzig genau definierbare Stufen, die er in sich durchmachen mußte; dann wußte er sich frei von allen Einflüssen der Sinnenwelt, von allem, was durch Vererbung an Verunreinigung seines inneren Wesens entstanden war.

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Cite: GA 123/1910-09-05/p014 · edition original