{"corpus":"steiner","locus":"GA 123/1910-09-05/p015","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"So stieg der Essäer hinauf durch zweiundvierzig Stufen so weit, daß er seine innerste Wesenheit, den Zentralkern seines Wesens verwandt fühlte mit dem Göttlich-Geistigen. Deshalb sagte er sich: Ich steige bis zu dem Gotte hinauf, auf den es mir ankommt, indem ich diese zweiundvierzig Stufen durchmache. Es hatte der Essäer eine gute Anschauung davon, wie man zu einem noch nicht in die Materie untergetauchten Gotteswesen aufsteigt. Er kannte den Weg hinauf. Das wußte er aus eigener Erfahrung. Unter all denen, die damals auf der Erde lebten, waren die Therapeuten und Essäer die einzigen, die mit Bezug auf ein solches Ereignis, wie es das Abraham-Ereignis war, das Richtige wußten. Sie wußten es, insofern es auf die Vererbung durch die Generationen ankommt. Sie wußten: Will man hinaufsteigen zu einem Wesen, das in die Vererbungslinie hineingekommen ist, und will man an dem Ort ankommen, wo es noch nicht in die Materie untergetaucht ist, dann muß man durch zweiundvierzig Stufen, die den zweiundvierzig Generationen entsprechen, hinaufsteigen, dann findet man es. Aber die Essäer kannten noch etwas anderes. Sie wußten: Ebenso wie der Mensch durch zweiundvierzig Stufen, welche die Entsprechungen sind der zweiundvierzig Generationen, hinaufsteigen muß, um zu diesem göttlichen Wesen zu kommen, so muß dieses göttliche Wesen, wenn es bis in das menschliche Blut hinunterdringen will, durch zweiundvierzig Stufen hinuntersteigen, muß also den umgekehrten Weg machen. Braucht der Mensch zweiundvierzig Stufen, um zu dem Gotte hinaufzusteigen, so braucht der Gott zweiundvierzig Stufen, um herunterzusteigen, um Mensch unter Menschen zu werden.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Fünfter Vortrag","site_heading":null,"date":"1910-09-05","location":null,"word_count":246,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/123/1910-09-05/p015","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/123/1910-09-05/p015"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/123/1910-09-05/p015","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"also_served_as":{"lectures":["1910-09-05_02"],"note":"The identical text is also served under the loci listed here. They are the SAME witness under different ids, not independent attestations: do not cite two of them as corroborating each other."}}