Fünfter Vortrag
Wir sahen, daß die Kräfte der zweiundvierzig Generationen in einer ganz bestimmten Weise zubereitet werden mußten, damit die Glieder zustande kamen, die notwendig waren für den Jesus des Matthäus-Evangeliums. Es mußten aber auch astralischer Leib und Ich zubereitet werden, damit sie dann später in entsprechender Weise zusammenkommen konnten. Wie sie zusammenkommen konnten, darüber werden wir noch sprechen. — Bei dem Jesus des Lukas-Evangeliums mußten also auch entsprechende Vorbereitungen getroffen werden. Betrachten wir dazu das Wesen des Schlafzustandes. Es ist eine Fabel, sagte ich, die aus den Angaben des niederen Hellsehens herrührt, daß in der Nebelwolke, die in der Nähe des physischen Leibes und des Ätherleibes des schlafenden Menschen schwebt, die ganze astralische und Ich-Wesenheit des Menschen enthalten ist. Denn es ist in der Tat so, daß der Mensch, wenn er im Schlafzustande herausgeht aus physischem Leib und Ätherleib, in Wahrheit ergossen ist, ausgedehnt ist in den ganzen Kosmos, in das, was zu unserem Kosmos gehört. Das ist ja auch das Geheimnis unseres Schlafes, daß wir uns aus der Sternenwelt - daher reden wir von dem astralischen Leib, der über die Welt der Sterne ausgegossen ist - herausholen die reinsten Kräfte aus dem ganzen Kosmos, die wir dann beim Aufwachen, wenn wir wieder untertauchen müssen in den physischen Leib und Ätherleib, uns mitbringen. Da dringen wir aus dem Schlaf heraus, gestärkt und gekräftigt durch alles, was wir einsaugen können aus dem ganzen Kosmos.
Cite:
GA 123/1910-09-05/p024 · edition original