Fünfter Vortrag
Nun habe ich schon öfter angedeutet, worinnen die Gefahren liegen sowohl für die Entwickelung nach der einen Seite, wie auch für die Entwickelung nach der anderen Seite. Im Grunde ist es bei den Essäern ein Hineinsteigen in den physischen Leib und Ätherleib gewesen, um in dem Dutchgange durch die zweiundvierzig Generationen den Gott zu finden. Es ist bei ihnen so gewesen, wie wenn ein Mensch, der aufwacht, die Welt nicht um sich herum sähe, sondern hineintauchte in den physischen Leib und Ätherleib, um deren Kräfte zu schauen, also sein Äußeres von innen wahrzunehmen. Der Mensch steigt beim Aufwachen nicht bewußt in den physischen und Ätherleib hinunter. Davor ist er dadurch bewahrt, daß ihm im Moment des Aufwachens sein Bewußtsein abgelenkt wird auf die Umgebung und nicht sich richtet auf die Kräfte des physischen und des Ätherleibes. Das war nun das Wesentliche bei den Essäern, daß sie alle Kräfte, die aus den zweiundvierzig Generationen herrührten, wahrnehmen lernten; daß sie absehen lernten von dem, was der Blick in der Außenwelt findet, und untertauchen lernten in den eigenen physischen Leib und Ätherleib und dort sahen, was lebte im Sinne des Geheimnisses von Sechsmalsieben, von zweiundvierzig Generationen.
Cite:
GA 123/1910-09-05/p026 · edition original