Fünfter Vortrag
So können Sie, wenn Sie sich ein Bild machen wollen, den Umkreis des Geistigen in den zwölf Sternbildern des Tierkreises sich denken und den Menschen selber in der Mitte darinnen. Nun ist das Geistige so ausgebreitet, daß er, wenn er es erreichen will, nicht etwa vom Mittelpunkt aus anfangen kann sich auszugießen, sondern er muß sich spiralförmig ausbreiten, indem er sich gleichsam in sieben Spiralwindungen dreht, und jedesmal, wenn er eine Spiralwindung durchmacht, alle zwölf Sternbilder passiert, so daß er sieben mal zwölf Punkte zu passieren hat. Der Mensch breitet sich allmählich spiralförmig in den Kosmos aus — das alles ist natürlich nur ein Sinnbild für das, was der Mensch erlebt -, und wenn er, so herumkreisend, das siebente Mal die zwölf Sternbilder durchmachen würde, wäre er beim Göttlich-Geistigen angelangt. Es ist dann so, daß der Mensch, anstatt von seinem Zentrum aus in den Kosmos hinauszublicken, dann von dem geistigen Umkreise, von den zwölf Punkten hereinblickt und das, was in der äußeren Welt ist, anschauen kann. Das muß man durchmachen, wenn man das sehen will, was in der Welt ist. Es genügt nicht, daß man sich auf einen Gesichtspunkt stellt, sondern man muß sich auf zwölf Gesichtspunkte stellen. Wer heraufdringen wollte zum Göttlich-Geistigen, mußte durch elf mal sieben Stufen durchgehen, mußte den astralischen Leib und das Ich durch elf mal sieben Stufen heraufführen. Wenn er an der Zwölfmalsieben ankam, war er im Geistigen darinnen.
Cite:
GA 123/1910-09-05/p030 · edition original