Sechster Vortrag
Jetzt aber wollen wir, bevor wir auf die anderen Details und namentlich auf die Beziehungen zu dem Jesus des Lukas-Evangeliums eingehen, nur noch in großen Zügen auf einiges bei dem Jesus des Matthäus-Evangeliums hinweisen. Alles, was zunächst im Matthäus-Evangelium geschildert wird, führt zurück auf die Geheimnisse, die Jeshu ben Pandira im Essäertum gelehrt hat, und die dann als Lehrgut fortgepflanzt hat sein Schüler Mathai, und schon die ersten Geheimnisse des Matthäus-Evangeliums weisen uns hin auf diesen Schüler Mathai. Durch alles, was sozusagen von dieser Seite herkam, welche das Matthäus-Evangelium charakterisiert, konnten zubereitet werden der physische Leib und der Ätherleib des Jesus des Matthäus-Evangeliums, wenn es sich selbstverständlich innerhalb der zweiundvierzig Generationen auch um Einflüsse auf den astralischen Leib handelte. Aber wenn wir auch gesagt haben, daß während der ersten vierzehn Generationen der physische Leib, während der zweiten vierzehn Generationen der Ätherleib, und daß für die dritten vierzehn Generationen - seit der babylonischen Gefangenschaft — der astralische Leib in Betracht kommt, so müssen wir doch festhalten, daß das, was auf diese Weise richtig zubereitet worden ist für den Zarathustra, nur brauchbar war für diese mächtige Individualität, insofern es physischer Leib und Ätherleib war.
Cite:
GA 123/1910-09-06_02/p022 · edition original