{"corpus":"steiner","locus":"GA 123/1910-09-07_02/p019","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"In den alten Mysterien war die gesamte Menschheitsentwickelung noch nicht so weit, daß sozusagen die Initiation - sei sie nun hinaus in den Makrokosmos, sei sie hinein in den Menschen selbst, in den Mikrokosmos gerichtet - so ausgeführt werden konnte, daß man den Menschen ganz sich selbst überließ. Wenn zum Beispiel eine ägyptische Initiation ausgeführt wurde und der Mensch hineingeleitet wurde in die Kräfte seines physischen Leibes und Ätherleibes, so daß er voll bewußt die Ereignisse seines physischen Leibes und Ätherleibes erlebte, dann sprühten gleichsam von allen Seiten heraus aus seiner astralischen Natur die furchtbarsten Leidenschaften und Emotionen; dämonische, diabolische Welten kamen aus ihm heraus. Deshalb brauchte in den ägyptischen Mysterien derjenige, der als Hierophant arbeitete, Gehilfen, die in Empfang nahmen, was da herauskam, und es durch ihre eigene Natur hindurch ableiteten. Daher die zwölf Gehilfen des Initiators, welche die herauskommenden Dämonen in Empfang nehmen mußten. Auf diese Weise war der Mensch in der alten Einweihung im Grunde niemals völlig frei. Denn, was sich beim Hinuntertauchen in den physischen Leib und Ätherleib notwendigerweise entwickeln mußte, das konnte und durfte sich nur entwickeln, wenn und weil der Mensch um sich die zwölf Gehilfen hatte, welche die Dämonen in Empfang nahmen und zähmten.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Siebenter Vortrag","site_heading":null,"date":"1910-09-07","location":null,"word_count":201,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/123/1910-09-07_02/p019","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/123/1910-09-07_02/p019"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/123/1910-09-07_02/p019","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"also_served_as":{"lectures":["1910-09-07"],"note":"The identical text is also served under the loci listed here. They are the SAME witness under different ids, not independent attestations: do not cite two of them as corroborating each other."},"unit_kind":{"kind":"second_translation","base_unit":"GA 123/1910-09-07","note":"A second English translation of the same lecture as 1910-09-07. The German served under this id repeats the German of 1910-09-07: one German text, to be cited at 1910-09-07.","same_lecture_as":"GA 123/1910-09-07","german_repeats":"GA 123/1910-09-07"}}