Achter Vortrag

GA 123/1910-09-08/p009 ·1910-09-08 · original (original)
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Nun belauschen wir einmal noch genauer eine solche alte Initiation, zum Beispiel eine Essäerinitiation der vorchristlichen Zeit. Verbunden war auch diese Essäerinitiation in einer gewissen Weise damit, daß das Ich-Gefühl herabgestimmt war. Dasjenige also, was dem Menschen in unserem Erdensein sein Ich-Gefühl gibt, was herausblickt auf die äußeren Wahrnehmungen, das mußte damals auch unterdrückt werden. Sie brauchen ja nur auf das Trivialste im Alltagsleben zu sehen, so werden Sie sich sagen: In jenem andersgearteten Zustand, wo der Mensch während des Schlafbewußtseins in der geistigen Welt ist, hat er sein Ich-Gefühl nicht; er hat es nur im Tagesbewußtsein, wenn er abgelenkt wird von der geistigen Welt und sein Blick hinausgeht in die physisch-sinnliche Welt. So ist es beim jetzigen Erdenmenschen, und auch bei dem Erdenmenschen, für den der Christus auf der Erde gewirkt hat. Für die andere Welt ist beim Menschen der gegenwärtigen Erdenzeit überhaupt das Ich für die normalen Zustände nicht geweckt. Nun soll eine Christus-Initiation eben darinnen bestehen, daß das Ich in den höheren Welten so erwacht bleibt, wie es erwacht ist in der äußeren Welt.

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