Achter Vortrag

GA 123/1910-09-08/p023 ·1910-09-08 · original (original)
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Wenn so der Mensch wirklich in sein Inneres hineinsteigen konnte, nahm er wahr, was in der althebräischen Geheimlehre so bezeichnet wurde, daß es Eigenschaften hat, die im Menschen nur vorgestellt werden können, wenn der Mensch an das denkt, was zum Beispiel das Höchste ist, das er in seiner Seele erreichen kann an Weisheit. Der Mensch blickt sozusagen zur Weisheit auf als zu einem Ideal. Er fühlt sein Wesen gehoben, wenn er es zum Teil erfüllen kann mit Weisheit. Da wußten diejenigen, die in den physischen Leib untertauchten, daß sie an Wesen herankamen, die in ihrer ganzen Substantialität das waren, wovon der Mensch sich nur ein Kleines, ein Geringes aneignen kann, wenn er nach der Weisheit strebt, nach der Weisheit, die man nicht in dem gewöhnlichen äußeren Wissen erlangt, sondern in demjenigen Wissen, das in schweren Erlebnissen der Seele erreicht ist, und das man nicht während einer Inkarnation, sondern durch viele Inkarnationen, und auch da nur zum Teil, sich aneignet. Denn nur ein SichUmtun in allen Weisheitsmöglichkeiten könnte einen Vollbesitz der Weisheit geben. Wesenheiten, welche sich als Weisheitswesen kundgaben, bei denen gewaltig hervortretende, lautere Weisheit die besonders sich kundgebende Eigenschaft war, sie nahm der Mensch wahr. Und die Eigenschaft solcher Weisheitswesenheiten bezeichnete man in der althebräischen Geheimlehre als Chochmah, was man heute nicht ganz unzutreffend mit Weisheit bezeichnet.

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