Achter Vortrag

GA 123/1910-09-08/p034 ·1910-09-08 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Was dem Menschen, der eine esoterische Entwickelung anstrebt, als ein schweres Hindernis entgegentritt, das ist, daß — wie es ganz natürlich ist beim Hinuntertauchen in das eigene Innere - in seiner Wesenheit die Unart auftaucht, sich nur immer so recht mit seiner eigenen lieben Persönlichkeit zu beschäftigen. In der Tat trifft man das niemals häufiger als gerade bei denen, die in die geistige Welt hineinsteigen wollen, daß sie am allerliebsten von ihrer eigenen lieben Persönlichkeit reden, die ihnen das Allerliebste ist, worauf sie fortwährend, in jeder Stunde und Minute achtgeben und alles minuziös beobachten. Während sonst die Menschen resolut darauflosleben, beginnen sie, wenn sie anfangen, nicht nur eine Entwickelung anzustreben, sondern wenn sie auch nur Anthroposophen werden, ungeheuer stark sich mit ihrem eigenen Ich zu beschäftigen; dann tauchen überall Illusionen auf, über welche die Resolutheit des Lebens die Menschen vorher leicht hinweggeführt hat.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/123/1910-09-08/p034.json
Cite: GA 123/1910-09-08/p034 · edition original