Achter Vortrag

GA 123/1910-09-08/p041 ·1910-09-08 · original (original)
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Was mußte also die Errungenschaft dessen sein, was die Christus-Wesenheit sozusagen vorgelebt hat in einer äußeren historischen Form, was sich sonst nur hinter dem Schleier der Mysterien abgespielt hat? Das mußte sein die Predigt von dem Reiche. Und wenn das Matthäus-Evangelium sachgemäß zunächst die Versuchung schildert, wird es nach der Versuchung schildern die Phase von dem Hinauftragen des Ich, das in sich selbst die geistige Welt erleben kann und nicht erst dazu aus sich herauszuschreiten braucht. Das Geheimnis von diesem Ich, das nach dem Muster, wie man lebt im äußeren Reich, hinaufsteigt in die geistige Welt, dieses Geheimnis sollte nun in der äußeren Welt durch die Christus-Wesenheit in denjenigen Zeiten enthüllt werden, die uns charakterisiert werden, nachdem uns die Versuchungsgeschichte im Matthäus-Evangelium gezeigt worden ist. Da setzen jene Kapitel ein, die mit der Bergpredigt beginnen und damit die Darstellung dessen, was der Christus gab als die Anschauung von dem Reich, von Malchuth (Matth. 5-7).

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Cite: GA 123/1910-09-08/p041 · edition original