Neunter Vortrag

GA 123/1910-09-09/p013 ·1910-09-09 · original (original)
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Was ich hier dargestellt habe, ist der wahre Sachverhalt. Und es müssen uns die Darstellungen, die aus den Mysterien kommen, wiederbegegnen in den Evangelien, da sie das Geheimnis der Einweihung anwenden auf eine ganz andere Individualität und gerade zeigen wollen: Was sich früher in den Mysterien vollzogen hat durch Herabdämpfung des Bewußtseins, das hat sich hier vollzogen als etwas Besonderes, weil ein Ich-Wesen ohne Herabdämpfung des Ich-Bewußtseins diese Prozeduren durchmachen sollte, die früher in den Mysterien durchgemacht wurden! - So darf man sich nicht verwundern, wenn gesagt wird: Es gibt kaum etwas in den Evangelien, was nicht vorher schon da war. Nur war es so da, daß man in bezug auf alles dieses Vorhergehende hätte sagen können: Ja, der Mensch mußte hinaufsteigen in die Reiche der Himmel; es ist nicht so, daß zum Ich schon heruntergekommen wäre, was man die Reiche der Himmel nennt. Das ist aber das wesentlich Neue, daß das, was früher nur durch Abdämpfung des Ich in anderen Regionen erlebt werden konnte, jetzt mit Auftechterhaltung des Ich in Malchuth, im Reiche, erlebt werden konnte.

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Cite: GA 123/1910-09-09/p013 · edition original