Neunter Vortrag

GA 123/1910-09-09/p031 ·1910-09-09 · original (original)
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Man könnte sagen: Schauen wir zurück in alte Zeiten. Da waren die Menschen teilhaftig eines Hineinschauens in die geistige Welt. Da bot sich ihnen der Reichtum der geistigen Welt im alten Hellsehen dar. Jetzt sind aber arm an Geist, Bettler um Geist diejenigen geworden, die mit dem Fortschreiten der Entwickelung nicht mehr hineinschauen können in die geistige Welt. Aber dadurch, daß der Christus das Geheimnis in die Welt gebracht hat, daß in das Ich - auch in das Ich für den physisch-sinnlichen Plan — die Kräfte der Reiche der Himmel hineinfließen können, dadurch können auch diejenigen in sich den Geist erleben und selig, beseligt werden, die das alte Hellsehen und damit den Reichtum der geistigen Welt verloren haben. - Daher konnte das große Wort ausgesprochen werden: Selig sind von jetzt ab nicht mehr bloß die, welche reich sind an Geist durch das alte Hellsehen, sondern auch die, welche arm oder Bettler sind um Geist; denn es fließt in ihr Ich hinein, wenn ihnen der Weg durch den Christus eröffnet worden ist, dasjenige, was wir die Reiche der Himmel nennen können.

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Cite: GA 123/1910-09-09/p031 · edition original