{"corpus":"steiner","locus":"GA 123/1910-09-10_02/p014","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Da erinnern wir uns noch einmal, daß die Einweihung ihre zwei Seiten hat. Die eine ist die, wo der Mensch hinuntersteigt in physischen Leib und Ätherleib, wo er also sein eigenes Inneres kennenlernt, wo er hineingeführt wird in die Kräfte, die im Menschen selber schöpferisch sind. Und die andere Seite der Initiation ist die, wo der Mensch hinausgeführt wird in die geistige Welt, wo er sich ergießt in den Makrokosmos. Nun wissen Sie, daß dies in bezug auf die Realität - nicht in bezug auf das Bewußtsein - ein Vorgang ist, der sich jedesmal beim Einschlafen vollzicht: Der Mensch zieht seinen astralischen Leib und das Ich aus dem physischen Leib und Ätherleib heraus und gießt sie aus in die Sternenwelt, so daß er dann Kräfte aus der ganzen Sternenwelt saugt; daher der Name «astralischer Leib». Was der Mensch durch jene Art der Einweihung erreichen kann, wenn er mit astralischem Leib und Ich heraus ist aus physischem Leib und Ätherleib, das ist nicht nur ein wissentliches Überschauen dessen, was auf unserer Erde ist, sondern das ist ein Ausfließen in den Kosmos, ein Kennenlernen der Sternenwelt und ein Aufnehmen der Kräfte, die uns aus der Sternenwelt zufließen. Dieses aber, was so für uns als etwas zu gelten hat, was sich der Mensch nach und nach durch ein Hinausfließen in den Kosmos erwirbt, das war nach der besonderen Beschaffenheit der Christus-Wesenheit nach der Johannes-Taufe da. Und nicht nur in jenem Zustande war es da, der einem Schlafzustand glich, sondern es war da, wenn er auch nicht schlief, wenn er in seinem physischen Leib und Ätherleib war; da war er imstande, seine Wesenheit zu verbinden mit den Kräften der Sternenwelt und in diese physische Welt die Kräfte der Sternenwelt hineinzutragen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1910-09-10","location":null,"word_count":286,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/123/1910-09-10_02/p014","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/123/1910-09-10_02/p014"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/123/1910-09-10_02/p014","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"also_served_as":{"lectures":["1910-09-10"],"note":"The identical text is also served under the loci listed here. They are the SAME witness under different ids, not independent attestations: do not cite two of them as corroborating each other."},"unit_kind":{"kind":"second_translation","base_unit":"GA 123/1910-09-10","note":"A second English translation of the same lecture as 1910-09-10. The German served under this id repeats the German of 1910-09-10: one German text, to be cited at 1910-09-10.","same_lecture_as":"GA 123/1910-09-10","german_repeats":"GA 123/1910-09-10"}}