{"corpus":"steiner","locus":"GA 123/1910-09-10_02/p022","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wer könnte, wenn er so hineinblickt in diese Tiefen des Matthäus-Evangeliums, noch zweifeln, daß es sich wirklich um die Verkündigung handelt, die auf Zarathustra zurückgeht und auf den sie zurückgehen mußte, weil er derjenige war, der zuerst auf den Geist der Sonne hingewiesen hat, und der auch einer der ersten Missionare war, um die auf die Erde heruntersteigende magische Sonnenktaft begreiflich zu machen denen, die dafür empfänglich waren! Was tun aber wieder leichtfüßige Erklärer der Bibel? Sie finden im Matthäus-Evangelium einmal eine Speisung von Viertausend mit sieben Broten und das andere Mal eine Speisung von Fünftausend mit fünf Broten, und sie halten das Zweite für eine bloße Wiederholung und sagen: Der nachlässige Schreiber der Urkunde hat, wie es eben beim Abschreiben vorkommt, nachlässig kopiert. Er beschreibt daher nun das eine Mal eine Speisung von Viertausend mit sieben Broten, das andere Mal eine Speisung von Fünftausend mit fünf Broten; das kann vorkommen, wenn man nachlässig abschreibt! - Ich zweifle nicht, wenn Bücher in der neueren Zeit gemacht werden, daß so etwas vorkommen kann. Aber die Evangelien sind in keiner Weise so zustande gekommen. Wenn darin eine Erzählung zweimal steht, so hat das einen tiefen Grund, den ich jetzt angedeutet habe. Aber gerade weil das Matthäus-Evangelium aus diesen Tiefen heraus nach den Angaben schildert, die der große Essäerlehrer Jeshu ben Pandira ein Jahrhundert vor dem Erscheinen der Christus-Sonne vorbereitet hat, damit nachher diese Christus-Sonne verstanden werden kann, deshalb müssen wir im Matthäus-Evangelium, wenn wir es wirklich verstehen wollen, diese Tiefen auch heraussuchen. — Aber weiter.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1910-09-10","location":null,"word_count":253,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/123/1910-09-10_02/p022","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/123/1910-09-10_02/p022"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/123/1910-09-10_02/p022","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"also_served_as":{"lectures":["1910-09-10"],"note":"The identical text is also served under the loci listed here. They are the SAME witness under different ids, not independent attestations: do not cite two of them as corroborating each other."},"unit_kind":{"kind":"second_translation","base_unit":"GA 123/1910-09-10","note":"A second English translation of the same lecture as 1910-09-10. The German served under this id repeats the German of 1910-09-10: one German text, to be cited at 1910-09-10.","same_lecture_as":"GA 123/1910-09-10","german_repeats":"GA 123/1910-09-10"}}