Zehnter Vortrag

GA 123/1910-09-10_02/p030 ·1910-09-10 · original (original)
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Das ist eine Art Wiederkunft des Christus im ätherischen Gewande, wodurch er sich so zeigt, wie er sich dem Paulus vorherverkündigend gezeigt hat. Wir haben die Aufgabe, ganz besonders zu betonen, daß es in der Natur des Christus-Ereignisses liegt, daß derjenige, der im Beginne unserer Zeitrechnung als Christus Jesus einmal in einem physischen Leibe gelebt hat, in einem ätherischen Gewande — wie vor Damaskus dem Paulus - erscheinen wird noch vor Ablauf unseres Zeitalters. Und wenn sich die Menschen zu immer höheren Fähigkeiten erheben werden, werden sie die ganze Fülle der Natur des Christus kennenlernen. Aber es gäbe keinen Fortschritt, wenn der Christus noch ein zweites Mal in einem physischen Leibe erscheinen müßte; denn dann wäre er das erste Mal vergeblich erschienen. Dann hätte sein erstes Erscheinen nicht bewirkt, daß sich höhere Kräfte im Menschen entwickeln. Das ist das Ergebnis des Christus-Ereignisses, daß sich höhere Kräfte im Menschen entwickeln, und daß er geschaut werden kann mit diesen neuen Kräften da, wo er herauswirkt aus der geistigen Welt. Und wir haben die Aufgabe, wenn wir den historischen Kampf der Gegenwart verstehen, auf dieses Ereignis hinzuweisen, in unserer Zeit so hinzuweisen, wie vorher hingewiesen hat vorherverkündigend der Essäerlehrer Jeshu ben Pandira auf den Christus, der als der Löwe aus dem Stamme David hervorgehen sollte, dabei wiederum hinweisend auf die Sonnenkraft, auf das Sternbild des Löwen. Und wenn die Menschheit - ich will das nur andeutend sagen - heute das Glück haben könnte, daß jener Jeshu ben Pandira, der damals inspiriert wurde von dem großen Bodhisattva, der einst der Maitreya Buddha sein wird, sich in unserer Zeit wieder inkarnieren würde, so würde er es als die wichtigste Aufgabe betrachten, hinzuweisen auf den ätherischen Christus, der in den ätherischen Wolken erscheint, und er würde betonen, daß einmal das Christus-Ereignis im physischen Leibe sich abgespielt hat.

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