Zehnter Vortrag

GA 123/1910-09-10_02/p035 ·1910-09-10 · original (original)
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Es handelt sich nun darum, daß der Mensch durch seine geisteswissenschaftliche Erkenntnis, durch seine geisteswissenschaftliche Aufklärung, durch genaue Einsicht in das Tatsachenmaterial, die der Okkultismus gibt, weder in den einen noch in den anderen Fehler verfällt. Und wenn man die Lehren, die in diesem Sinne gegeben sind, versteht, wird man sich von dem einen und von dem anderen Fehler fernhalten. Und dann wird man ein wenig eindringen in die tiefste historische Tatsache der Gegenwart: daß uns zuteil werden kann, wenn wir tiefer in das spirituelle Leben eindringen, eine Art Wiedererneuerung des Essäertums, das damals auf dem Umwege durch den Mund des Jeshu ben Pandira zunächst vorherverkündete das Christus-Ereignis als ein physisches. Und wenn die Essäerlehre in unserer Zeit wieder erneuert werden soll, wenn wir leben wollen nicht im Geiste einer Tradition von einem alten Bodhisattva, sondern im Sinne des lebendigen Geistes eines neuen Bodhisattva, so müssen wir uns ebenso inspirieren lassen von dem Bodhisattva, der einst der Maitreya Buddha werden wird. Und dieser Bodhisattva inspiriert uns so, daß er darauf aufmerksam macht: Die Zeit rückt heran, wo der Christus in neuer Form, in einem ätherischen Leibe, eine Gnade sein wird für diejenigen Menschen, welche durch eine neue Essäerweisheit die neuen Kräfte entwickeln in der Zeit, wo die Wiederkunft des Christus im ätherischen Gewande an die Menschen belebend herantreten wird. Ganz im Sinne des inspirierenden Bodhisattva, der der Maitreya Buddha werden soll, wollen wir reden. Wir wissen dann, daß wir nicht im Sinne irgendeines Religionsbekenntnisses von dem Christus reden, wie er wiederum wahrnehmbar werden soll für den physischen Plan, und wir scheuen uns nicht zu sagen: Uns wäre gleichgültig, wenn wir etwas anderes sagen müßten, weil wir es als Wahrheit erkennen. Wir haben auch keine Vorliebe für irgendeine orientalische Religionslehre, sondern wir leben nur für die Wahrheit. Wir sprechen es mit den Formeln aus, die wir kennenlernen aus der Inspiration des Bodhisattva selber, wie die künftige Erscheinung des Christus sein wird.

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