{"corpus":"steiner","locus":"GA 123/1910-09-11/p005","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Der Mensch hat ja, wie wir aus den elementarischen Anschauungen der Anthroposophie wissen, verschiedene Glieder seiner Wesenheit. Wenn wir sie in unserem Sinne aufzählen wollen, haben wir physischen Leib, Ätherleib, Astralleib, mit dem Astralleib verknüpft die Empfindungsseele, dann die Verstandes- oder Gemütsseele, die Bewußtseinsseele. Dann haben wir an höheren Gliedern der menschlichen Natur, zu denen wir uns hinaufentwickeln: Geistselbst, Lebensgeist und den Geistesmenschen. Nun wurde uns in der Tat in jeder der nachatlantischen Kulturepochen etwas gegeben für diese einzelnen Glieder unserer Menschennatur. So wurde in der ersten Epoche, in der altindischen Kultur, dem Menschen etwas an Kräften eingefügt, wodurch er in seinem Ätherleibe mehr wurde, als er früher war. Was ihm in dieser Beziehung eingeprägt werden sollte in seinen physischen Leib, das wurde ihm schon in den letzten Zeiten der atlantischen Periode eingefügt. Mit dem Ätherleibe dagegen beginnen jene Gaben, die dem Menschen während der nachatlantischen Zeit zukommen sollten. So wurden ihm in der altindischen Zeit die Kräfte gegeben, die seinem Ätherleibe eingepflanzt werden sollten; dann in der urpersischen Zeit die Kräfte, die seinem astralischen Leibe, dem Empfindungsleibe, eingepflanzt werden sollten; während der ägyptisch-chaldäischen Zeit die Kräfte für die Empfindungsseele. Während der vierten Kulturperiode, der griechisch-lateinischen Zeit, wurden ihm eingeprägt die Kräfte der Verstandes- oder Gemütsseele; und jetzt leben wir in dem Zeitalter, wo die entsprechenden Kräfte, die in diese Linie gehören, nach und nach der Bewußtseinsseele eingeprägt werden sollen. In diesem Einprägen ist die Menschheit noch nicht sehr weit vorgeschritten. Dann wird ein sechster nachatlantischer Zeitraum kommen, wo in die Menschennatur eingeprägt werden die Kräfte des Geistselbst und im siebenten Kulturzustande die Kräfte des Lebensgeistes. Und dann blikken wir auf ferne Zukünfte hin, wo uns der Geistesmensch oder Atma in dem normalen Menschentum eingeprägt werden soll.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Elfter Vortrag","site_heading":null,"date":"1910-09-11","location":null,"word_count":287,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/123/1910-09-11/p005","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/123/1910-09-11/p005"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/123/1910-09-11/p005","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"also_served_as":{"lectures":["1910-09-11_02"],"note":"The identical text is also served under the loci listed here. They are the SAME witness under different ids, not independent attestations: do not cite two of them as corroborating each other."}}