{"corpus":"steiner","locus":"GA 123/1910-09-11_02/p008","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Und was der Mensch nach seiner ganzen Wesenheit sozusagen als seine Blüte entfalten mußte, was da aus ihm herauswuchs, was sich ergab aus seiner Natur, wie nannte man das in den Mysterien? Wie mußte man es daher auch in der Umgebung des Christus Jesus nennen, wenn die Jünger wirklich vorwärtskommen wollten? Man nannte es - wenn wir es in unsere Sprache übersetzen wollen - mit dem Ausdruck «Sohn des Menschen»; denn das griechische Wort *υἱὸς τοῦ ἀνθρώπου* hat durchaus nicht die eingeschränkte Bedeutung unseres «Sohn» als «Sohn eines Vaters», sondern dessen, was sich ergibt als Nachkomme einer Wesenheit, was herauswächst aus einer Wesenheit wie die Blüte aus einer bisher nur blättertragenden Pflanze. Daher konnte man, als die normalen Menschen noch nicht in der Bewußtseinsseele jene Blüte ihrer Wesenheit entwickelt hatten, noch nichts von dem *υἱὸς τοῦ ἀνθρώπου* in sich hatten, sagen: Ja, die normalen Menschen haben noch nichts von dem «Sohn des Menschen» entwickelt, aber es muß ja immer Menschen geben, die ihrem Geschlechte voranschreiten, die schon in einer früheren Zeit das Wissen und das Leben einer späteren Epoche in sich haben. Unter den Führern der Menschheit muß es solche geben, die im vierten Zeitraum, wo normalerweise nur die Verstandes- oder Gemütsseele entwickelt ist, trotzdem sie äußerlich ausschauen wie die anderen Menschen, doch innerlich schon die Möglichkeit der Bewußtseinsseele entwickelt haben, in die hineinleuchtet das Geistselbst. - Und solche «Menschensöhne» gab es. Und die Jünger des Christus Jesus sollten daher heranwachsen zum Verstehen, welches die Natur und Wesenheit dieser Führer der Menschheit ist.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Elfter Vortrag","site_heading":null,"date":"1910-09-11","location":null,"word_count":253,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/123/1910-09-11_02/p008","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/123/1910-09-11_02/p008"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/123/1910-09-11_02/p008","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"also_served_as":{"lectures":["1910-09-11"],"note":"The identical text is also served under the loci listed here. They are the SAME witness under different ids, not independent attestations: do not cite two of them as corroborating each other."},"unit_kind":{"kind":"second_translation","base_unit":"GA 123/1910-09-11","note":"A second English translation of the same lecture as 1910-09-11. The German served under this id repeats the German of 1910-09-11: one German text, to be cited at 1910-09-11.","same_lecture_as":"GA 123/1910-09-11","german_repeats":"GA 123/1910-09-11"}}