Elfter Vortrag

GA 123/1910-09-11_02/p019 ·1910-09-11 · original (original)
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Dabei mußte aber der Christus noch etwas anderes sagen. Er mußte sich sagen: In dem Petrus habe ich eine Natur vor mir, einen Jünger, dessen ganze menschliche Konstitution so ist, daß durch die Kräfte, die schon das Bewußtsein entwickelt hat, daß durch die ganze Art und Weise, wie die Geistestätigkeit wirkt, nicht gestört wird die Vaterkraft in ihm; sie ist so stark, diese unterbewußte Menschenkraft, daß er auf sie bauen kann, wenn er sich dieser unterbewußten Menschenkraft überläßt. Das ist das Wichtige in ihm, konnte sich der Christus sagen. Was so in ihm ist, das ist aber auch in jedem Menschen. Nur bewußt ist es noch nicht weit genug, das wird sich erst in der Zukunft entwickeln. Soll sich das, was ich der Menschheit zu geben habe, und wofür ich der Impuls bin, weiter entwickeln und die Menschen ergreifen, so muß es sich auf das begründen, was da in dem Petrus eben gesprochen hat: «Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!» Auf diesen Felsen im Menschen, den noch nicht zerstört haben die brandenden Wogen des schon entwickelten Bewußtseins, was da als die Vaterkraft spricht, darauf will ich das bauen, was immer mehr und mehr hervorsprießen soll aus meinem Impuls. - Und wenn die Menschen diese Grundlage entwickeln, wird sich das ergeben, was die Menschheit des Christus-Impulses sein wird. - Das liegt in den Worten: «Du bist der Petrus, und auf diesen Felsen will ich bauen, was eine Menschengemeinde ergeben kann, was eine Summe von Menschen ergeben kann, die sich zum Christus-Impuls bekennen!» (Matth. 16,18).

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Cite: GA 123/1910-09-11_02/p019 · edition original