Elfter Vortrag

GA 123/1910-09-11_02/p037 ·1910-09-11 · original (original)
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Die alten und in gewisser Beziehung auch die neueren Mysterien hatten drei Stufen für die makrokosmische Einweihung. Die erste Stufe war die, wo der Mensch so hineinwuchs, daß er alles wahrnahm, was man durch das Geistselbst wahrnehmen kann. Da ist er nicht nur ein Mensch im neuen Sinne, sondern da ist er zu dem hinaufgewachsen, was man im Sinne der Hierarchien die Engelnatur nennt; das ist die nächste über dem Menschen stehende Hierarchie. So nannte man in den persischen Mysterien auch den, der hineinwuchs in den Makrokosmos, so daß das Geistselbst in ihm tätig war, entweder einen «Perser», weil ein solcher nicht mehr ein einzelner war, sondern dem Engel des persischen Volkes angehörte. Oder man nannte solche Menschen direkt Engel oder Gottesnaturen. Die nächste Stufe ist dann die, wo der Lebensgeist entsprechend erwacht. Einen Menschen auf dieser Stufe nannte man entweder einen «Sonnenhelden» im Sinne der persischen Mysterien, weil er dann aufnahm die Kraft der Sonne, sich von unten heraufentwickelte zu den Kräften der Sonne, wo die geistige Kraft der Sonne der Erde entgegenkam, man nannte ihn aber auch einen «Sohn des Vaters». Und denjenigen, in den das Atma oder der Geistesmensch hineinragte, nannte man in den alten Mysterien den «Vater». Das waren die drei Stufen des zu Initiierenden: Engel, Sohn oder Sonnenheld und Vater.

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