Vierter Vortrag

GA 124/1910-12-06_02/p030 ·1910-12-06 · original (original)
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Nun müssen wir, um den Ausspruch weiter zu verstehen, uns ein wenig befassen mit der eigentlichen Bedeutung, wie sie selbst noch spurenweise im Griechischen vorhanden ist, wie sie aber festgestellt werden kann, wenn man mit dem Griechischen die Urtradition zusammenhält, mit der Bedeutung dessen, was man fühlte bei dem Worte Kyrios oder Herr; was hier gewöhnlich übersetzt ist mit: «Bereitet den Weg des Herrn.» Ein solches Wort hatte nicht jene abstrakte, philiströse Bedeutung in dem alten Sprachschatz, in der alten Ausdrucksweise, wie es heute hat. In der Zeit des Materialismus sind die Menschen besonders in bezug auf die Sprache Philister geworden und haben nicht mehr in der Sprache das, was man nennen kann Körper seelischer Wesenheiten, daß man eine ganze Welt fühlt bei den Worten, wie in alten Zeiten. Man kann heute derartiges höchstens wieder aufs neue versuchen. So habe ich es versucht in der «Pforte der Einweihung» darzustellen, wie es möglich sein wird, Welten fühlen zu können.

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