Vierter Vortrag

GA 124/1910-12-06_02/p034 ·1910-12-06 · original (original)
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Nur wenn man so fühlt, wie man damals fühlen mußte, kann man eine Vorstellung davon bekommen, was Jesajas sagen wollte und was Johannes der Täufer wieder aufnahm. Hingewiesen sollte werden auf das große Ereignis der Menschenseele, auf die Fortentwickelung der Menschenseele. Dann müssen wir aber auch das Wort eddeiag (eutheias) nicht übersetzen mit «eben», wie es gewöhnlich abstrakt übersetzt wird, sondern mit «offen», nicht nur gerade, sondern offen, so daß sie gangbar werden, die Wege. Also der Kyrios kommt daher, nimmt seine Richtung auf die menschliche Seele. Aber der Mensch muß etwas dazu tun, damit der Herr die menschliche Seele wirklich ergreifen kann. Es muß der Weg frei gemacht werden, muß offen gemacht werden. Kurz, wollen wir die betreffende Stelle so übersetzen, daß irgend etwas damit anzufangen sein soll, so müßte eigentlich übersetzt werden, wenn wir uns ein wenig an das Traditionelle halten:

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