Vierter Vortrag

GA 124/1910-12-06_02/p046 ·1910-12-06 · original (original)
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Sie alle kennen den Regenbogen. Der Regenbogen steht zum Beispiel für das Kind als eine Realität am Firmament. Das Kind wird zunächst glauben, wenn man es ihm nicht erklärt hat, daß es den Regenbogen mit den Händen greifen kann, daß es ihn anfassen kann. Später lernt dann der Mensch, daß im Grunde genommen dieser Regenbogen gar nicht von sich abhängt, sondern nur entsteht, wenn eine gewisse Konstellation des Regens mit dem Sonnenschein vorhanden ist; und wenn Regen und Sonnenschein in andere Verhältnisse zueinander kommen, dann verschwindet er auch wieder. Er ist also keine Realität, er ist nur ein Scheinbild; die Wirklichkeit sind Regen und Sonnenschein in bezug auf den Regenbogen.

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