Neunter Vortrag

GA 124/1911-03-13_02/p028 ·1911-03-13 · original (original)
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Aber auch durch die väterliche Natur wird etwas aufgenommen, was nichts zu tun hat mit dem Zusammenwirken der Geschlechter. Während gewisse Werkzeuge und Gesetze, die gar nicht auf geschlechtlicher Vererbung beruhen, aufgenommen werden und direkt eingepflanzt werden auf dem Umwege durch den mütterlichen Organismus aus dem Makrokosmos herein, werden auch auf dem Umwege durch den väterlichen Organismus Gesetze aus dem Makrokosmos eingepflanzt, die einen geistigen Weg nehmen. Bei dem, was auf dem Umwege durch den mütterlichen Organismus aufgenommen wird, kann man sich noch sagen: Der mütterliche Organismus ist ein Angriffsmoment. Aber was in bezug auf den Organismus der Mutter gar nicht dem Zusammenwirken der Geschlechter entstammt, das wirkt zusammen mit etwas, was wieder nicht dem Zusammenwirken der Geschlechter, sondern dem Väterlichen entstammt. Es findet also ein Weltenvorgang, ein makrokosmischer Vorgang statt, der sich in den Leibesgliedern und -formen zum Ausdruck bringt. Daher geht man völlig fehl, wenn man heute die Entwickelung des Menschenkeimes einfach so darstellt, daß alles auf Vererbung zurückgeführt wird, während Dinge direkt aus dem Makrokosmos herein aufgenommen werden.

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Cite: GA 124/1911-03-13_02/p028 · edition original