{"corpus":"steiner","locus":"GA 125/1910-08-26/p010","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"So möchte ich sagen: Wenn man ausgeht vom unmittelbar sinnfälligen Dasein und von jener Bearbeitung, welche der menschliche Verstand mit diesem vornimmt, kommt man bis zu jener Höhe, die man bezeichnen kann als das Leben und Weben des Erkenntnissubjektes in dem Bereich des Gedankenplanes. Dann aber ist ein weiterer Fortschritt nur möglich, wenn von der anderen Seite herein, von der dem sinnenfälligen Dasein entgegengesetzten Seite herein, die Befruchtung durch jene Mittel kommt, welche in diesem Buch «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» dargestellt sind. Sie finden nun in der Literatur, mit welcher ich versuchte, auf diese Dinge nach und nach hinzuweisen — zunächst wie vorbereitet durch meine vorhergehenden Schriften, zusammengefaßt zuletzt in meiner «Philosophie der Freiheit» —, einen Weg, den man nehmen kann von der äußeren Sinneswahrnehmung, von der äußeren Bearbeitung des Daseinsmaterials bis herauf zum Schauplatz des Gedankens. Sie finden da auch noch die Eigentümlichkeiten sowohl des Schauplatzes des Gedankens wie auch die Tragweite des reinen Denkens für das Erkenntnissubjekt charakterisiert. In den folgenden Schriften, die auf dem eigentlich geisteswissenschaftlichen Gebiet liegen, finden Sie die andere Seite der Welt mit ihren die Erkenntnis befruchtenden Kräften charakterisiert. Sie finden erkenntnistheoretisch charakterisiert die seherische Forschung, die Tragweite der seherischen Forschung, welche also gleichsam von der anderen Seite her zufließt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"VI. Der heutige Stand der Philosophie und Wissenschaft","site_heading":null,"date":"1910-08-26","location":null,"word_count":209,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/125/1910-08-26/p010","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/125/1910-08-26/p010"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/125/1910-08-26/p010","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}