{"corpus":"steiner","locus":"GA 125/1910-11-26/p022","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Im Okkultismus ist dieses mit dem Namen Christus gegeben. Denn gerade so, wie man vor Jahrtausenden fühlen, empfinden, wissen konnte, unsere Seelen sind alle aus dem gemeinsamen Gottesurgrunde und -ursprung herausgeboren, so werden die Menschen immer mehr lernen, sich zu sagen: Wie wir, wenn wir denken, uns in einem Gemeinsamen zusammenfinden, wie wir uns einig sein können in einem gemeinsamen Denken, wie das in allen Menschenhäuptern leben kann, so gibt es etwas, was wie ein Gemeinsames in allen Herzen leben kann. Es gibt etwas, was wie ein Lebensblut gemeinsam in allen Menschenherzen fluten kann. - Wenn uns das immer mehr durchglüht in den folgenden Inkarnationen, dann werden diese so verlaufen, daß, wenn die Erde ihr Ziel erreicht haben wird, so daß sie in den künftigen planetarischen Zustand, den Jupiter, übergehen wird, die Menschenseelen sich in dem Gemeinsamen, dem Christus, zusammenfinden werden, eins sein werden. Darum, damit dies geschehen kann, mußte das Mysterium von Golgatha stattfinden. Dazu ist der Christus im Jesus Mensch geworden, daß dieser gemeinsame Strom der Wärme von Menschenherz zu Menschenherz fließen kann. Das Gefühl für das gemeinsame Menschenziel geht aus von dem Kreuz auf Golgatha. So verbinden sich Vergangenheit und Zukunft. Das ist das Ziel der Zukunftsentwickelung der Menschheit. Ob die Menschen diesen gemeinsamen Namen des Christus beibehalten werden, darauf kommt es nicht an, sondern darauf, daß alle Menschen begreifen lernen, daß dasselbe Gefühl, welches die Menschen ursprünglich von ihrem gemeinsamen Ursprung hatten, in ein Gefühl einer gemeinsamen Erdenzukunft umgewandelt werde.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Lebensfragen Im Lichte Von Reinkarnation Und Karma","site_heading":null,"date":"1910-11-26","location":null,"word_count":244,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/125/1910-11-26/p022","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/125/1910-11-26/p022"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/125/1910-11-26/p022","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}