{"corpus":"steiner","locus":"GA 125/1910-12-11/p010","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Bei der Lügenhaftigkeit ist es wiederum so, daß sie, und auch jede einzelne Lüge, sich im Ätherleibe ausdrückt. Der Ätherleib verliert an Lebenskraft und Lebensenergie, wenn der Mensch verlogen ist. Das kann man sogar äußerlich konstatieren. So sonderbar es für unser Zeitalter klingt, wahr ist es aber doch, daß bei Menschen, die viel lügen, zum Beispiel Wunden unter sonst gleichen Bedingungen schwerer. zu heilen sind als bei wahrhaften Menschen. Selbstverständlich darf man da nicht absolut schließen, es können auch andere Gründe da sein. Aber alles übrige in gleicher Art vorausgesetzt, sind bei verlogenen Menschen Wunden schwerer zu heilen als bei wahrhaftigen Menschen. Es ist gut, solche Dinge im Leben zu beachten. Und das ist auch leicht erklärlich. Der Ätherleib des Menschen ist das eigentliche Lebensprinzip, ist das, was die Lebenskräfte enthalten muß. Diese werden aber untergraben durch die Lügenhaftigkeit. So daß nicht so viel Lebenskraft von dem Ätherleib abgegeben werden kann, wie es zu einer Heilung notwendig ist, wenn dieser Ätherleib die Lebenskraft durch Lügenhaftigkeit entzogen bekommen hat, wenn er das nicht hat, daß er immer durchdrungen war von jenen Bewegungen, von jenen Tatbeständen, die von der Wahrhaftigkeit herrühren. Wir sollten solche Dinge wohl beachten, denn wir werden das Leben in mancher Beziehung besser verstehen, wenn wir dies tun.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"VIII. Karmische Wirkungen Anthroposophie als Lebenspraxis","site_heading":null,"date":"1910-12-11","location":null,"word_count":209,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/125/1910-12-11/p010","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/125/1910-12-11/p010"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/125/1910-12-11/p010","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}