VIII. Karmische Wirkungen Anthroposophie als Lebenspraxis

GA 125/1910-12-11/p022 ·1910-12-11 · original (original)
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Wenn wir jetzt von einer Inkarnation in die andere übergehen, so müssen wir sagen: In einer Inkarnation können sich die karmischen Wirkungen eigentlich nur seelisch zeigen, zeigen sich nur seelisch. Da zeigen sich die Wirkungen des Neides in gewissen Schwächen und in Unselbständigkeit, die Wirkungen der Lügenhaftigkeit in der Scheuheit, die Wirkungen von Wohlwollen und Zufriedenheit, so wie ich es Ihnen geschildert habe. Wir haben in der einen Inkarnation eben nicht jene gründlichen, tiefgehenden Einflüsse auf unsere Leibesorganisation, daß wir mit den karmischen Wirkungen weiterkommen könnten als bis zu einer seelischen Grundlage. In den Leib hinein, in den Aufbau und die Organisation des Leibes hinein wirken diese Dinge erst in der nächsten Inkarnation. Und während wir uns seelisch zu unselbständigen Menschen machen in einer Inkarnation durch Neid und Tadelsucht, wirken diese den Leib schwach konstituierend, ihn schwach aufbauend in die nächste Inkarnation hinüber. Es wird ein schwacher Leib aufgebaut von einem, der früher vom Neid geplagt war oder von maskiertem Neid, von Tadelsucht, Kritikasterei.

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