VIII. Karmische Wirkungen Anthroposophie als Lebenspraxis

GA 125/1910-12-11/p031 ·1910-12-11 · original (original)
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Ich war vor einiger Zeit veranlaßt, einige Tage in unserem südlichsten europäischen Zweige zu sprechen — ich meine insofern wir von Rosenkreuzer-Theosophie sprechen -, in Palermo. Und als ich mit dem Schiff von Neapel aus in Sizilien einfahren konnte, hatte ich schon das ganz bestimmte Empfinden, daß es da etwas über okkulte Tatsachen zu lernen gibt, die es schwer ist, bloß im Norden zu untersuchen. Denn es gibt eine Persönlichkeit, eine Individualität, die aufgetreten ist, die ich jetzt nicht nennen kann, die so an der Wende des Mittelalters und der neuen Zeit eine gewisse Rolle gespielt hat, die in unseren und in den benachbarten Gegenden viel von sich reden gemacht hat und bei der sich der Okkultist gerne fragt: Wie stand es denn mit der vorhergehenden Inkarnation dieser Persönlichkeit? — Das war für mich eine wichtige Forschungsfrage, und merkwürdigerweise bot sich mir die Hoffnung, gerade bei dieser Einfahrt in Sizilien vielleicht etwas über diese Frage durch die dort möglichen okkulten Forschungen zu erfahren. Und das war auch sehr bald der Fall. Es ist natürlich etwas Intimes, was damit erzählt wird, aber innerhalb unserer Zweige braucht man jetzt mit diesen intimen Dingen nicht etwa mehr völlig zurückzuhalten. Es ist etwas in der ganzen geistigen Atmosphäre von Sizilien — ich sage nicht der äußeren, sondern der geistigen Atmosphäre — ausgegossen, etwas sehr, sehr Merkwürdiges. Und die Verfolgung dieses Merkwürdigen führte wirklich zuletzt zu seinem Ursprunge, zu einem großen Weisen, der auf Sizilien gewirkt hat, der auch mit ein paar Worten in der Geschichte der Philosophie abgetan wird, den man aber eigentlich äußerlich exoterisch wirklich recht wenig kennt. Es ist Empedokles.

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Cite: GA 125/1910-12-11/p031 · edition original