Dritter Vortrag

GA 126/1910-12-29/p013 ·1910-12-29 · original (original)
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Und so könnten wir auf mancherlei Gebieten diesen Zusammenstoß des Alten und des Neuen gerade in unserer Kulturepoche studieren. Außerordentlich interessant ist das insbesondere in den einzelnen Zweigen der Wissenschaft. Es würde viel zu weit führen, wenn wir zeigen wollten, wie es da überall Reaktionäre gibt und solche, die herausarbeiten aus den einzelnen Wissenschaften, was die Wissenschaft werden soll: der Ausdruck eines hinter den Erscheinungen stehenden Göttlich-Geistigen. Das Grundelement, von dem sich die Gegenwart durchdringen muß, um immer bewußter das Göttlich-Geistige zum Zielpunkte, zum Perspektivpunkt für unsere Arbeit zu machen, das soll eben die Geisteswissenschaft sein, und die Geisteswissenschaft soll überall erwecken die Impulse von unten nach oben; sie soll überall die menschlichen Seelen auffordern zum Opfer, das heißt zum opfern dessen, was wir durch die äußeren Eindrücke erwerben, gegenüber dem, was wir erreichen sollen im Hinaufarbeiten in die Regionen des Geistselbstes, Lebensgeistes und Geistesmenschen.

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