{"corpus":"steiner","locus":"GA 127/1911-12-21/p016","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Und wenn wir uns an das erinnern, was wir so oft gesagt haben: Wie die uralten spirituellen Strömungen von den Göttern der Menschheit gegeben waren, und wie die Menschen in den Urzeiten hellseherische Einblicke in die göttlich-geistige Welt hatten, wie dieses Hellsehen allmählich schwand, damit die Menschen zur Eroberung des Ich kommen konnten -, wenn man sich vorstellt, wie da in der ganzen menschlichen Organisation etwas vor sich geht wie ein Abdorren, wie ein Dürrwerden der alten Gotteskräfte, und wie ein Durchsetzen der dürren Gotteskräfte mit neuem Lebenswasser durch den Christus-Impuls, durch welchen sich dasjenige vollzieht, was durch das Mysterium von Golgatha geschah: dann erscheint uns dies in einem wunderbaren Bilde, wenn uns die Weihnachtslegenden erzählen, wie die verdorrten und vertrockneten Rosen von Jericho in der Weihenacht von selbst immer aufsprießen. Das war eine Legende, die wir überall im Mittelalter verzeichnet finden, daß die Rosen von Jericho in der Christnacht aufsprießen und sich entfalten, weil sie sich zuerst entfaltet hatten unter den Schritten der Maria, die, als sie auf der Reise nach Ägypten den Jesusknaben trug, über eine Stelle geschritten ist, wo ein Rosenstrauch gewachsen war. Ein wunderbares Symbol für das, was mit den menschlich-göttlichen Kräften geschah, daß selbst so dürre, so leblose Dinge wie Rosen, die man verdorrt am Wege finden kann, die scheinbar tot sind, wieder aufquellen, wieder aufsprießen durch den Christus-Impuls, der eintritt in die Zeitenentwickelung.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Weihnachten - ein Inspirationsfest","site_heading":null,"date":"1911-12-21","location":null,"word_count":229,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/127/1911-12-21/p016","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/127/1911-12-21/p016"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}