{"corpus":"steiner","locus":"GA 128/1911-03-21/p007","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Um diese komplizierten Systeme zu betrachten, wollen wir uns, damit wir in der äußeren Betrachtungsweise gleich eine Grundlage haben für die okkulte Betrachtungsweise, zunächst an dasjenige System halten, das von vornherein jedem als das eigentliche Mittelpunktsystem des ganzen menschlichen Organismus erscheinen muß: das Blut-Herzsystem. Wir wollen dabei zunächst ins Auge fassen, wie das Blut, nachdem es als verbrauchtes Blut in der Lunge aufgefrischt ist, also aus dem sogenannten blauen Blut wieder in rotes Blut verwandelt worden ist, wieder zum Herzen zurückkehrt und dann vom Herzen als rotes Blut wiederum ausströmt in den Organismus, um hier verwendet zu werden. (Es wird an die Tafel gezeichnet.) Beachten Sie, daß alles, was ich hier zeichne, nur ganz schematisch ist. Rufen wir uns kurz ins Gedächtnis, daß das menschliche Herz ein Organ ist, das eigentlich aus vier Gliedern zunächst besteht, aus vier Kammern, die durch Innenwände so abgegrenzt sind, daß man unterscheiden kann zwei größere Räume nach unten gelegen und zwei kleinere nach oben gelegen, die beiden unteren die beiden Herzkammern, wie man sie gewöhnlich nennt, während die oberen die Vorkammern genannt werden. Ich will heute noch nicht von den Herzklappen sprechen, sondern den Gang der wichtigsten Organtätigkeiten ganz schematisch ins Auge fassen. Da zeigt sich zunächst, daß das Blut, nachdem es aus der linken Vorkammer in die linke Herzkammer geströmt ist, durch eine große Schlagader abfließt und von da aus in den ganzen Organismus geleitet wird. Nun wollen wir ins Auge fassen, daß dieses Blut zunächst in alle einzelnen Organe des Organismus sich verteilt, daß es dann im Organismus verbraucht wird, wodurch es in das sogenannte blaue Blut verwandelt wird und als solches wieder zum Herzen in die rechte Vorkammer zurückkehrt, von dort in die rechte Herzkammer fließt, um von hier aus wieder in die Lunge zu gehen, wieder erneuert zu werden und den Gang durch den Organismus von neuem zu machen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zweiter Vortrag","site_heading":null,"date":"1911-03-21","location":null,"word_count":309,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/128/1911-03-21/p007","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/128/1911-03-21/p007"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/128/1911-03-21/p007"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}