{"corpus":"steiner","locus":"GA 128/1911-03-21/p015","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Dieses innere Sichdarbieten des Blutes an die drei Organe können wir uns nicht anders als in folgender Weise vorstellen: Das erste Organ, das sich dem Blut entgegenstellt, ist die Milz, das zweite die Leber, und das dritte, das eigentlich ein sehr kompliziertes Verhältnis schon zum gesamten Blutsystem hat, ist die Galle. Weil die Galle den Nahrungsstoffen dargeboten wird und an der Verarbeitung derselben beteiligt ist, wird sie als besonderes Organ gezählt. Aus bestimmten Gründen haben die Okkultisten aller Zeiten diesen Organen gewisse Namen gegeben. Ich bitte Sie nun recht sehr, vorläufig bei diesen Namen, die diesen Organen gegeben sind, an nichts Besonderes zu denken und davon abzusehen, daß diese Namen noch etwas anderes in der großen Welt bedeuten. Wir werden später noch sehen, warum gerade diese Namen genommen wurden. Weil die Milz sich dem Blut zuerst darbietet - so können wir rein äußerlich vergleichsweise sagen -, erschien sie den alten Okkultisten am besten mit jenem Namen bezeichnet, der dem Stern zukommt, der sich im Weltenraum zuerst im Sonnensystem darbietet; deshalb nannten sie die Milz Saturnus oder einen inneren Saturn im Menschen. In ähnlicher Weise nannten sie die Leber einen inneren Jupiter und die Galle einen inneren Mars. Wollen wir zunächst bei diesen Namen uns gar nichts anderes denken, als daß wir sie aus dem Grunde wählen, weil wir die Anschauung gewonnen haben, zunächst hypothetisch, daß die äußeren Welten, die sonst unseren Sinnen zugänglich sind, zusammengezogen sind in diesen Organen und uns gleichsam als innere Welten entgegentreten, wie uns äußerliche Welten in den Planeten entgegentreten. Wir würden aber jetzt schon sagen können: Wie die äußeren Welten unseren Sinnen erscheinen, indem sie von außen eindringen und auf das Blut wirken, so erscheinen uns die Innenwelten wirksam auf das Blut, indem sie dasselbe ebenfalls beeinflussen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zweiter Vortrag","site_heading":null,"date":"1911-03-21","location":null,"word_count":292,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/128/1911-03-21/p015","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/128/1911-03-21/p015"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/128/1911-03-21/p015"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}